Freiraumentwicklungswerk  -  FEW

Freiräume in besiedelten Räumen müssen miteinander in Beziehung gesetzt werden, um Orientierung zu bieten und die Anbindung an die freie Landschaft herzustellen: Dies gilt vor allem für suburbane Räume abseits der Kernstädte, die verstärkt unter der demographischen Entwicklung und Imageverlust leiden.


Eine langfristige Grünordnung macht suburbane Stadtgebiete attraktiv
Das Freiraumentwicklungswerk ist als planerisches Instrument mit dem Parkpflegewerk vergleichbar, umfasst jedoch einen größeren Maßstab im städtebaulich - freiraumplanerischen Kontext. Ein vorhandenes Stadtentwicklungskonzept (SEK) kann eine gute Grundlage für ein weiterführendes Freiraumentwicklungswerk (FEW) sein. Für größere städtebauliche Quartiere, bei denen zusammenhängende Siedlungsbereiche mit Grün- und Parkanlagen das Potential für eine unverwechselbare Stadtlandschaft bergen, propagiert L-A-E das Freiraumentwicklungswerk (FEW). Empfehlenswert ist eine integrative Zusammenarbeit mit einem Stadtplaner bereits vor der Erstellung eines Freiraumentwicklungswerkes.


In diesem Werk werden Räume definiert, Grünflächen in Beziehung gesetzt, Wegeverbindungen geordnet und Quartiere miteinander vernetzt. Vom Bestands- bis zum Zielplan bietet das Freiraumentwicklungswerk eine Stadtplanung, die zukunftsweisend über einen langen Zeitraum realisiert werden kann.


Ökologische Stadtplanung für eine zukunftsbeständige Stadtlandschaft
Das Freiraumentwicklungswerk unterstreicht den individuellen Charakter der Stadtlandschaft und baut auf dem Vorhandenen auf. Besonders die Planstädte der Nachkriegszeit bedürfen nach 40-60 Jahren einer planvollen Überarbeitung. Die Freiräume sind durch die Vegetationsentwicklung oftmals nicht mehr nutzbar oder sogar zu Angsträumen geworden. Eine Grünordnung, die das Freiraumentwicklungswerk aufstellt, schafft Identität und steigert langfristig die Lebensqualität und das Image der Stadtquartiere.
Mit dem Zielplan des Freiraumentwicklungswerkes wird gewährleistet, dass die weitere Entwicklung der Stadt nicht dem Zufall überlassen bleibt, sondern im Rahmen eines ökologischen wie auch freiraumplanerischen Leitgedankens stattfindet.

 

Inhalte FEW:

  • Bestandsaufnahme der belebten und unbelebten Strukturen 
  • Bestandspläne
  • Nutzungsanalyse und vegetationsökologische Analyse
  • Erstellung flexibler Nutzungskonzepte
  • Zielplan
  • Maßnahmenpläne
  • Pflege- und Entwicklungskonzept mit Gehölzkataster für die Vegetation
  • Bauabschnittsplan
  • Aufstellung eines Kostenkatalogs für die Maßnahmen
  • Integraler Bestandteil kann ein Parkpflegewerk sein

 

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