Das Gehölzkataster – systematische Bestandsaufnahme

Gehölzkataster sind für den Fortbestand einer Parkanlage grundlegend. Denn sie enthalten eine detaillierte „Bestandsaufnahme“ aller vorhandenen Gehölzstrukturen. Um das Gehölzkataster zu generieren, werden die Bäume eines Parks systematisch untersucht. Jeder einzelne Baum wird nummeriert, gelistet und eingemessen, der Standort in die Bestandspläne exakt eingetragen. Ermittelt werden unter anderem: Art, Stammumfang, Kronendurchmesser und Baumhöhe. Auch die Stümpfe ehemaliger historischer Bäumen werden im Kataster erfasst.

Darstellung im Kataster:                                                                                              In unseren Katastern werden die Gehölze numerisch gelistet. Dabei wird jeder einzelne Baum mit seinen spezifischen Merkmalen im Register erfasst. Anmerkungen zu Krankheiten, Chancen und Maßnahmen ergänzen die Daten der Vermessung. Durch die Kataster-Nummer können die Gehölze in den Bestandsplänen identifiziert werden.

Gehölzkataster - zur Bewahrung der räumlichen Parkstruktur                          Jeder Park bildet durch regelmäßige Pflege eigene Kulturbiotope heraus. Für die Zielplanung eines Parkpflegewerks ist dies zu bedenken. Dafür liefert das Gehölzkataster wichtige Informationen, z. B. zur Raumbildung: Welche Blickbeziehungen sind wieder herzustellen, welche zu verändern? Welche Bäume und Sträucher haben auf Dauer Bestand und welche nicht? Ablesbar wird auch, welche Pflanzen zu einem bestimmten Zeitpunkt ersetzt werden müssen und ob Kulturbiotope durch Sukzession bedroht sind. Auf Grundlage des Gehölzkatasters und der sich anschließenden Gehölz- und Vegetationsbestandsanalyse kann mit einem gezielten Pflegemanagement das ökologische System eines Parks regelmäßig neu ausbalanciert werden. Der Vorteil: Ökologische Pflegekonzepte schaffen langfristig stabile und pflegeleichte Parkräume.

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